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Landschinken im eigenen Saft

Heute habe ich mal ein kleines Experiment gemacht: Ich wollte einen einfachen, schnell zu zubereitenenden Schinken herstellen, der sich mit der üblichen käuflichen Ware zumindest messen kann, wenn möglich aber, sie übertrifft! - Nun, ich denke, diese Vorgaben habe ich erfüllen können! Hier meine Vorgehensweise:

Ich habe zunächst ein kleines Stück "Schwertelbraten", das ist ein gepökelter Schweinebraten mit Schwarte, gekauft. Dieses Stück wurde vom örtlichen H*ndelsh*f angeboten und ist wie schon angedeutet bereits gepökelt und vakuumiert.

Dieses Stück Fleisch habe ich ausgepackt und ca. 60 Minuten gewässert. Ich war mir durchaus bewusst, dass die Salzkonzentration zum sofortigen Braten eingestellt war, ich möchte aber nach Möglichkeit etwas weniger Salz zu mir nehmen, deshalb die, wenn auch kurze Wässerung.

Nach dem Wässern habe ich es für 48 Stunden zum Trocknen und mittels einem Fleischerhaken, kühl und luftig aufgehängt. Nachdem nun die Trockenphase beendet war, habe ich das Stück ca. 6 Stunden überräuchert.

Als dies nun geschehen, wurde das Stückchen Schinken, natürlich ohne Haken, vakuumiert und samt Vakuumbeutel bei 80 Grad Celsius 120 Minuten gar ziehen lassen: (Hier ein paar Bilder)

Vakuumierter Landschinken
Vakuumierter Landschinken

 


Der Landschinken wird bei 80 Grad gegart

Nach dem nun der Schinken durchgegart ist, habe ich ihn mittels Kühlakkus schnell auf ca. 10 Grad Temperatur gebracht. Danach wurde der immer noch vakuumierte Schinken, für ca. 4 Stunden in den Kühlschrank gelegt.

Der Landschinken wird schnell abgekühlt
Der Landschinken wird schnell abgekühlt


Der abgekühlte Landschinken

Zur Vesperzeit habe ich den Schinken ausgepackt, angeschnitten und probiert. Das Ergebnis war ein saftiger, leicht gesalzener Landschinken mit tollem Eigenaroma, der sich mit gekaufter Ware auf jeden Fall messen kann und um einiges günstiger als das gekaufte Pendant ist. 

Der Kilopreis war, soweit ich mit erinnern kann, ca. 3,80 Euro.
Für gleichwertigen fertigen Kaufschinken zahlt man zur Zeit ca. 9 - 12.- Euro per Kilo. Bei diesem relativ geringen Zeitaufwand, war das ein gelungenes Experiment!

Landschinken: Anschnitt


Guten Appetit!